Aktuelles

Die Stiftung „Weiter-Denken. Protestantische Kultur und Stadtgesellschaft“ greift in Symposien und anderen Veranstaltungen Themen auf, die für die Zukunft offener Stadtgesellschaften grundlegend sind.

Das aktuelle Projekt ist dem öffentlichen Raum in Kulturbauten, Kirchen und neuen Stadtvierteln gewidmet:

Öffentliche Räume – Neue Entwicklungen im Gefüge der Stadt

In den 1990er Jahren wurde in der Stadtsoziologie v.a. der Verlust und die Privatisierung des öffentlichen Raums thematisiert. Gegenwärtig hat sich die Diskussion erneut verschoben.

Öffentliche Räume haben einen Bedeutungszuwachs gewonnen: als Räume der Aufenthaltsqualität, zu denen man Zugang hat und in denen man sein kann, ohne etwas Bestimmtes tun zu müssen, insbesondere auch als Räume ohne Konsumzwang. Sie werden wichtiger in Zeiten knapper werdenden Privatraums und kleinerer Wohnungen in verdichteten Städten, als Gegengewichte zur wachsenden Nutzung des Homeoffice.

Öffentliche Räume bilden die Stadt in ihrer Vielfalt und Differenz ab. Milieuübergreifend findet hier Wahrnehmung statt, gibt es Aushandlungsprozesse, was dort sein kann.

Dazu gehören immer schon Plätze und Parks, zunehmend aber erweitern auch Kulturbauten ihr Aufenthaltsangebot: jenseits von Konzert-, Theater- oder Museumsbesuch öffnen sie sich für ganz andere Nutzer:innen und Aufenthaltsqualitäten. Schließlich sind auch Kirchen nicht nur Kultorte, sondern Prototypen öffentlicher Bauten. Sie bieten in Zeiten demografischen Wandels und schwindender Mitgliedszahlen erweiterten öffentlichen Nutzungen Raum. Und im Zusammenspielt privater und öffentlicher Akteure liegen neue Möglichkeiten.

Hier lässt sich weiter-denken. Für 2023 sind vier Symposien in Planung.

„Bring together instead of being part of the polarizing process“ (ALA – Architekturbüro, Oodi Helsinki)