Aktuelles

Die Stiftung „Weiter-Denken. Protestantische Kultur und Stadtgesellschaft“ greift in Symposien und anderen Veranstaltungen Themen auf, die für die Zukunft offener Stadtgesellschaften grundlegend sind.

Am Dienstag, 4. Februar 2020 um 19 Uhr findet im Haus der Architektur das nächste Symposium der Stiftung Weiter-Denken in Kooperation mit dem BDA – Bund Deutscher Architekten Bayern und der Münchner Initiative soziale Bodenpolitik statt:

Wie in soziale Verantwortung investieren? Akteure des Bauens nehmen Stellung

Wer in München baut, hat mit immer noch steigenden Bodenpreisen und hohem Investitions- und Verwertungsdruck zu tun. Wie kann unter diesen Bedingungen leistbarer Wohnungsbau für die Breite der Bevölkerung erhalten und geschaffen werden? In den vergangenen Jahren hat sich bundesweit in den Großstädten ein Bewusstsein gebildet, dass politische Rahmenbedingungen notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Einiges ist geschehen. Die Maßnahmen reichen von Sozialer Bodennutzung über Konzeptvergabe, Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen und Erhaltungssatzungsgebiete bis hin zu Mietpreisbremse und Mietenstopp. Doch wie wirken diese Maßnahmen? Welche weiteren Schritte sind notwendig?

Welche Akteure des Bauens stehen heute für einen Wohnungsbau in sozialer Verantwortung und welche Modelle sind erfolgreich?

BEGRÜSSUNG:
Anna Hanusch, Architektin, Vorsitzende des Stiftungsrats Weiter-Denken
Ina Laux, Architektin, Vorstandsmitglied BDA Bayern, Referentin für Standards und Wohnen

KEYNOTE:
Wohnen – Rendite vs. Gemeinwohl?
Prof. Dr. rer. pol. habil. Tilman Harlander,
em. Professor für Architektur- und Wohnsoziologie der Universität Stuttgart, Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und Mitglied des Expertenkreises der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

PODIUM:
Neuer Werkswohnungsbau: Dr. Bernhard Boeck, Leiter SWM Immobilien
Kirche als Immobilienentwickler: Stefan Geissler, Geschäftsführer des Katholischen Siedlungswerks München GmbH
Investoren: Dr. Jürgen Büllesbach, Opes Immobilien Gruppe
Genossenschaften: Christian Stupka, stattbau münchen GmbH
Mietshäusersyndikat: Sabine Hermann, Beraterin Bayern
Moderation: Prof. Dr. Ing. E.h. Christiane Thalgott, frühere Stadtbaurätin München

Eintritt frei; Anmeldung info@evstadtakademie.de oder oder Tel. 089 5490270 oder
https://www.evstadtakademie.de/veranstaltung/wie-in-soziale-verantwortung-investieren-akteure-des-bauens-nehmen-stellung/

 

Am 10. und 17. Februar 2020 geht es weiter mit zwei Diskussionsveranstaltungen im Vorhölzer Forum der TU München:

Montag, 10. Februar 2020 / 19.00 Uhr / TUM Vorhölzer Forum, Arcisstraße 21, 80333 München
Nachhaltige Stadtentwicklung in der wachsenden Stadt: Die ökologische Frage

München als attraktive Stadt wächst weiter. Neuausweisung von Bauland und Nachverdichtung im Bestand sind die Wege, neuen Wohn- und Gewerberaum zu schaffen. In Zeiten der Erwärmung der Städte im Zuge des Klimawandels ist es wichtig, dass dies nicht zu Lasten der ökologischen Qualitäten geht. Die Landeshauptstadt München möchte mit ihrem Leitbild Die Stadt im Gleichgewicht eine nachhaltige Stadtentwicklung erreichen und die soziale, die ökonomische und die ökologische Dimension von Nachhaltigkeit gemeinsam betrachten. Was heißt das konkret?

Prof. Dipl. Arch. Mark Michaeli, Technische Universität München, Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land
Arne Lorz, Leiter der Stadtentwicklungsplanung im Planungsreferat der LH München
Moderation: Stephan Reiß-Schmidt, langjähriger Stadtdirektor und Leiter der Stadtentwicklungsplanung der LH München

Eintritt frei / Anmeldung erbeten info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270 oder
https://www.evstadtakademie.de/veranstaltung/nachhaltige-stadtentwicklung-in-der-wachsenden-stadt-die-oekologische-frage/

 

Montag, 17. Februar 2020 / 19.00 Uhr / TUM Vorhölzer Forum, Arcisstraße 21, 80333 München
Umbau statt Abriss: Bauen mit Bestand – Was geht?

Die Debatte um den Klimawandel befeuert die Frage nach dem Umgang mit dem Baubestand aufs Neue. Aber nicht nur die Thematisierung der grauen Energie ist dabei relevant. Es geht darum, ob eine Gesellschaft es sich leisten kann, mit dem Baubestand auch Geschichte abzureißen. Sind es nicht gerade historische Ankerpunkte, die eine zukünftige Bebauung erst qualitätvoll machen. Sei es im Umgang mit ehemaligen Dorfkernen, Großstädten oder prinzipiell mit wertvoller Bausubstanz von Häusern. Immer muss zeitgemäße Architektur und politisches Handeln entsprechende Faktoren im Planungsprozess berücksichtigen.

Peter Haimerl, Architekt, München
Cornelius Mager, Leiter der Lokalbaukommission im Planungsreferat der LH München
Moderation: Anna Hanusch, Architektin und Stadträtin, Vorsitze Stiftungsrat Weiter-Denken

Eintritt frei / Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270 oder
https://www.evstadtakademie.de/veranstaltung/umbau-statt-abriss-bauen-mit-bestand-was-geht/